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Nîmes: Herrliche Denkmäler aus der Römerzeit

Nîmes ist eine Stadt mit 145.000 Einwohnern, Hauptort des Départements Gard in der neuen Region Okzitanien (vormals Languedoc-Roussillon). Die Stadt befindet sich 40 km von Avignon und 30 km von Arles entfernt am Beginn des Bereiches der Vegetationszone der Garrigue.

Die Stadt, das römische Nemausus des augusteischen Zeitalters, war ein bedeutendes Zentrum während des Bestehens des Römischen Reiches. Sie liegt an der Via Domitia, die Italien mit Spanien verband. Nîmes war eines der wichtigsten Zentren des römischen Galliens. Die römische Siedlung Nemausus wurde 28 vor Christi Geburt in der Nähe eines keltischen Dorfes, das schnell von der neuen Stadt eingemeindet wurde, gegründet.

Die Stadt wuchs und wurde mit großartigen Denkmälern bereichert und mit einem Mauergürtel (16 vor Chr.) umgeben und wurde bald eine der reichsten Städte Galliens. Auch wegen ihrer Lage an der Via Domitia, der wichtigen Verbindungsstraße zwischen Norditalien und Spanien, erreichte Nîmes in der Kaiserzeit eine Bevölkerung von 20.000 Einwohnern. Der ursprüngliche Name, der ihr von den Römern gegeben wurde, war „Colonia Julia Augusta Nemausus Volcarum Aremecorum“.

Nach ihrem vergangenen Reichtum kann man sich ihn auch heute noch vorstellen, wenn man die Überreste der römischen Stadt betrachtet. Hierunter gibt es die wunderbare Maison Carrée, das großartige Amphitheater und den Pont du Gard, den Aquädukt der Stadt, deren eindrucksvolle Überreste sich wenige Kilometer außerhalb von Nîmes befinden.

DIE TOURISTENATTRAKTIONEN: WAS KANN MAN IN NÎMES SEHEN?

Die beiden wichtigsten Bauwerke der Stadt, die alleine schon einen Besuch von Nîmes rechtfertigen, sind das Amphitheater oder Arènes und die Maison Carrée. Nîmes ist ein bedeutendes Touristenziel des Südens Frankreichs. Die Stadt bewahrt bedeutende künstlerische Zeugnisse der Römerzeit. Unter ihnen sticht das majestätische römische Amphitheater (les Arènes) hervor, das im I. und II. Jahrhundert nach Chr.) erbaut wurde, im Mittelalter in eine Festung umgewandelt wurde und heute Aufführungs- und Stierkampfzwecken dient. Ein anderes herausragendes Gebäude ist die Maison Carrée: Ein Tempel im korinthischen Stil, der von Marcus Vespasianus Agrippa im Jahr 9 vor Chr. erbaut wurde und sehr gut erhalten ist.

DAS RÖMISCHE AMPHITHEATER

Das Amphitheater von Nîmes (Arènes), der Zwillingsbruder von dem in Arles, wird als eines der weltweit besterhaltenen angesehen. Es wird noch für Stierkämpfe genutzt. Es wurde im I. Jahrhundert nach Chr. erbaut und ist ein Bau auf zwei Ebenen mit je 60 Arkaden. Der Bau mißt 133 m in der Länge, 101 m in der Breite und ist 21 m hoch. Dieses Theater bietet Platz für 21.000 Zuschauer.

LA MAISON CARRÉE

Die Maison Carrée ist einer der schönsten römischen Tempel Frankreichs. Er wurde um 16 vor Chr. erbaut ind war dem Kult des Kaisers und dem seiner Neffen Gaius und Julius Caesar geweiht. Er hat einen rechteckigen Grundriß von 26 mal 21 m mit sechs Säulen in der Vorderansicht. Heute beherbergt der Bau ein Museum der römischen Antike, das unter anderem eine sehr große Apollo-Statue verwahrt.

ANDERE RÖMISCHE UND MITTELALTERLICHE DENKMÄLER

Vom römischen Mauergürtel, 6 km lang und mit 14 Türmen bewehrt, sind die beiden Tore Porte Auguste und Porte de France erhalten geblieben. Die Tour Magne, ein Turm von 32 m Höhe, steht auf einem Hügel in einer beherrschenden Lage oberhalb von Nîmes.

Interessante Bauten aus der Römerzeit sind die Tour Magne – die einzige, die von 30 Türmen des römischen Mauergürtels übrig geblieben ist (15 vor Chr.), das Castellum Aquae oder Castellum Divisorium (Endpunkt des Aquädukts Pont du Gard) und die Porte d’Auguste, ein monumentaler Eingang zur Stadt der Via Domitia. Ein anderes Monument der Römerzeit ist der Diana- Tempel, deren Ruinen sich in den Jardins de la Fontaine befinden.

Aus dem Mittelalter stammt die romanisch-gotische Kathedrale Notre-Dame de Saint-Castor. Am Abhang des Hügels des Mont Cavalier befinden sich die aus dem XVIII. Jahrhundert stammenden Jardins de la Fontaine.

MUSEEN

Das Musée des Beaux-Arts beherbergt zahlreiche Gemälde italienischer, französischer, flämischer und niederländischer Künstler. Ein anderes interessantes Museum ist das Musée Archéologique. Im Inneren des alten Bischofspalastes befindet sich das Musée du Vieux Nîmes. In der Stadt gibt es auch das Museum zur Kunst des Stierkampfes und das Museum zur Naturgeschichte. In der Maison Carrée befindet sich das Antiken-Museum mit gallo-römischen Ausstellungsstücken.

Schließlich sind noch die Werke der modernen Architektur der Stadt, darunter das Museum für moderne Kunst, die Mediathek des Carré d’Art, einem Projekt von Norman Forster aus dem Jahr 1986, der Nemausus, ein postmodernes Wohnviertel von Jean Nouvel und der Palast in der Form eines Halbrunds von Kisho Kurokawa zu nennen.

BESUCHENSWERT IN DER UMGEBUNG VON NÎMES

Wenige Kilometer von Nîmes entfernt in Richtung Avignon sollte man sich unbedingt den Pont du Gard, das schönste und berühmteste römische Aquädukt Frankreichs, ansehen.

Das Klima von Nîmes

Deutsche Textkorrektur von Dietrich Köster. 

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