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Chambéry: Die historische Hauptstadt von Savoyen

Chambéry ist eine Stadt mit sechzigtausend Einwohnern in Savoyen (Savoie) in der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpen. Die Stadt befindet sich in einem Tal am Zusammemfluß des Flusses Leysse mit dem Fluß Albanne auf 270 m Höhe. Chambéry ist auf der Ostseite vom Bergmassiv der Bauges, im Süden vom Mont Granier, im Westen von der Bergkette der Épine und im Norden vom Bourget-See umgeben.

Die Stadt ist heute ein wichtiges Touristenzentrum, reich an Baudenkmälern, besonders aus der Barockzeit. Chambéry war ab dem XIII. Jahrhundert die historische Hauptstadt Savoyens. Von da an war sie bis 1860 ein Teil des Herzogtums Savoyen, dem Jahr, in dem sie an Frankreich abgetreten wurde.

Die Stadt Chambéry wurde 1232 eine Besitzung des Hauses Savoyen und wenige Jahrzehnte danach wurde sie 1295 die Hauptstadt der Grafschaft Savoyen. Erst 1562 verlor die Stadt den Hauptstadtstatus. In jenem Jahr verlegte das Haus Savoyen die Hauptstadt ihres Staates nach Turin. Chambéry blieb jedoch traditionsgemäß die historische Hauptstadt Savoyens und zusammen mit ihr gelangte Chambéry 1860 unter französische Herrschaft.

EIN HISTORISCHES ZENTRUM MIT VIELEN GEBÄUDEN IM BAROCKSTIL

Die Altstadt von Chambéry (Vieille Ville) besteht aus einer großen Zahl von historischen Gebäuden – Hôtels genannt – des savoyischen Adels. Viele von ihnen gehen auf das XV. und XVI. Jahrhundert zurück. Das älteste Gebäude von Chambéry ist die Kirche Saint-Pierre de Lémenc, die auf das XV. Jahrhundert zurückgeht, die aber in ihrem Inneren eine ältere Krypta beherbergt, deren Datierung ungewiß ist, die aber auf das IX-XI. Jahrhundert zurückgehen dürfte.

Eines der historisch interessantesten Gebäude ist die Burg der Herzöge von Savoyen. Es ist ein Bau in verschiedenen Stilrichtungen mit Anbauten aus verschiedenen Epochen, der aus drei Türmen, die im XIV. und XV. Jahrhundert gebaut wurden, einer Reihe von Anbauten aus dem Mittelalter und aus einem großen Hauptgebäude aus dem XVIII. und XIX. Jahrhundert besteht.

Im Inneren der Burgmauern befindet sich die Sainte-Chapelle (1408-1430), die von 1553-1578 das Heilige Grabtuch aufbewahrt hatte. Die Fassade der Kapelle – restauriert im Jahr 1641 – ist ein Werk des Architekten Amedeo Castellamente. Die Burg von Chambéry (Château des ducs de Savoie), die alte Residenz des Herzogshauses Savoyen, ist heute Sitz der Region Savoyen.

Die Kathedrale von Chambéry ist Saint-François de Sales geweiht und geht auf eine alte Franziskaner-Kapelle des XV. Jahrhunderts zurück. Diese Kirche ist bekannt für die Beherbergung der umfangreichsten Sammlung von Trompe-l’oeil-Bildern Europas aus dem XIX. Jahrhundert. Die Stadt hat auch zahlreiche Paläste und Wohnstätten der Barockzeit, die vom Adel im XVII. und XVIII. Jahrhundert gebaut wurden.

Die Seite der Gemeinde Chambéry

Deutsche Textkorrektur von Dietrich Köster. 

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