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Long Island: Die landschaftlich schönste Insel der Bahamas

Long Island ist als die schönste Insel des Archipels bekannt und liegt im südöstlichen Teil der Bahamas. Der Wendekreis des Krebses verläuft durch den nördlichen Teil der Insel. Die Insel ist 130 km lang und 6 km breit bei einer Gesamtfläche von 596 km². Christoph Kolumbus landete dort Mitte Oktober 1492 während seiner ersten Reise. Im äußersten Norden der Insel befindet sich ein Denkmal, das dem genuesischen Entdecker und den Ureinwohnern der Insel, den Lucayaniern, gewidmet ist. Es scheint, daß er auf dieser Insel seinen dritten Landgang nach denen auf den Inseln San Salvador und Rum Cay im Bereich der Westlichen Hemisphäre (Amerika) machte.

Kolumbus nannte die Insel “Fernandina”, während die Ureinwohner – die Lucayan-Indianer – sie “Yuma” nannten. Columbus Point ist der zweithöchste Punkt der Bahamas. Dagegen ist der höchste Punkt des Archipels der Mount Alvernia auf der Insel Cat, der eine Höhe von 63 m besitzt. Von der Spitze des Columbus-Denkmals genießen Sie einen herrlichen Blick auf die felsigen Klippen und die Landzungen aus weißem Sand, die sich in das kristallklare Meer schieben. Man braucht wenig Vorstellungskraft, um sich die drei Karavellen von Columbus in der Bucht unter dem Denkmal vorzustellen. Seitdem hat sich wenig geändert.

UNTERSCHIEDLICHE KÜSTENLINIEN

Long Island zeichnet sich durch sehr unterschiedliche Küsten aus: Entlang der Ostküste, die dem Atlantik zugewandt ist, gibt es Höhlen und atemberaubende Klippen, an denen sich die Wellen des Atlantischen Ozeans brechen. An der Westküste – die mit Blick auf das Karibische Meer – gibt es ruhige Strände mit feinem, weißen Sand, die vom Korallenriff geschützt werden. Die Insel ist für Fischer, Taucher und Bootsfahrer besonders geneignet.

Die Westküste der Insel ist ruhiger, wo Besucher weiße Sandstrände finden, die in das wunderschöne, türkisfarbene Wasser des Karibischen Meeres gleiten. Zu den schönsten Stränden gehört das Kap Santa Maria, ein 4 km langer Streifen aus weißem Sand und kristallklarem Meer, der sich am nördlichen Ende der Insel am Karibischen Meer befindet, wo sich das Hotel Cape Santa Maria Beach Resort befindet. Auf Long Island befindet sich das Dean’s Blue Hole, eines der eindrucksvollsten und tiefsten, marineblauen Löcher der Welt. Es liegt in einer Bucht in 202 m Tiefe entlang der Südostküste der Insel und hat einen Durchmesser von 25 bis 30 m.

Die Hamilton-Höhle ist eine der größten Höhlen auf den Bahamas. Dieses alte Höhlensystem hat 15 m breite Durchgänge und an einigen Stellen eine über 3 m hohe Decke. Hier wurden 1936 Artefakte und Höhlenzeichnungen des lukayanischen Indianerstammes entdeckt, der vor über 500 Jahren in dieser Höhle lebte.

DIE DÖRFER DER INSEL

Die Bevölkerung der Insel besteht aus dreitausend Einwohnern – fast alle afrikanischer Herkunft -, die in kleinen Siedlungen leben, darunter die von Deadman’s Cay, die sich im Zentrum der Insel befindet. Im nördlichen Teil befinden sich die Siedlungen Stella Maris, wo sich einer der beiden Flughäfen der Insel befindet, Glintons Settlement, Burnt Ground Settlement und Simm’s Settlement, wo sich der kleine Hafen befindet, in dem die Fähren anlegen.

An der Ostküste südlich von Deadman’s Cay liegt der Hafen von Clarence Town. Eine architektonisches Besonderheit von Clarence Town sind die Zwillingskirchen. Dies sind zwei ähnliche Kirchen, die am Anfang des XX. Jahrhunderts von Pater Jerome Hawes erbaut wurden. Die erste Kirche – die St. Pauls Kirche – wurde gebaut, als Pater Jerome Hawes Anglikaner war, während die St. Peter & St. Paul-Kirche von ihm nach seinem Übertritt zum Katholizismus gebaut wurde.

Zwischen Deadman’s Cay und Clarence Town befindet sich die kleine Siedlung Buckleys, in der Sie das interessante Museum besuchen können, das der Geschichte und Kultur von Long Island und der Bahamas gewidmet ist. Das Museum zeigt einen Querschnitt der Traditionen der Menschen auf Long Island. Hier können Sie das Leben der Bevölkerung von Long Island von der präkolumbianischen Zeit bis zur Gegenwart sehen. Das Gebäude, in dem sich das Museum befindet, beherbergt auch die Bibliothek und das Gemeindezentrum.

EINE EINZIGE LANDSTRASSE FÜHRT DURCH DIE INSEL

Die Insel wird von Norden nach Süden von einer Hauptstraße durchquert, die vom Kap Santa Maria an der Nordspitze von Long Island zur Siedlung Gordon’s an der Südspitze führt. Taxis fahren zwischen Stella Maris, Deadman’s Cay und Clarence Town. Auf Long Island können Sie auch ein Auto oder einen Motorroller mieten, um die Insel zu erforschen. Einige Hotels stellen auch Fahrräder für ihre Gäste zur Verfügung. Man kann sich die Insel auch gut erwandern.

Der Bauernmarkt findet jeden Samstagmorgen zwischen 9 und 12 Uhr im Dorf Salt Pond im Zentrum der Insel statt. Hier werden Inselprodukte verkauft, darunter Obst, Gemüse und bahamische Pflanzen. Weitere zum Verkauf stehende Produkte sind echte bahamaische Erzeugnisse wie Schmuck, Kunsthandwerk, Gemälde und Strohsäcke.

Die Wirtschaft der Insel fußt auf Fischerei, Tourismus und Landwirtschaft. Die Landwirtschaft dient in der Regel nur der Eigenversorgung der Bevölkerung. Dort wachsen Erbsen, Mais und Bananen, und die Bewohner züchten Schweine, Hühner, Ziegen und Schafe.

WIE KOMMT MAN NACH LONG ISLAND?

Long Island wird auf zwei Flughäfen angeflogen, dem Flughafen Deadman’s Cay (IATA: LGI) und dem Flughafen Stella Maris (IATA: SML). Beide Flughäfen sind durch regelmäßige Flüge mit dem internationalen Flughafen Nassau – Lynden Pindling (IATA: NAS) verbunden. Die Fluggesellschaften, die die Insel mit Nassau verbinden, sind die Bahamasair, die Pineapple Air und die Southern Air Charter.

Long Island ist durch zwei Verbindungen pro Woche mit der Hauptstadt der Bahamas Nassau und mit George Town auf der Insel Exuma durch die Fähren des Bahamas Ferry Service verbunden, die im Hafen von Simm’s Settlement anlegen. Die Zeit für die Überfahrt von Nassau nach Long Island beträgt 14 Stunden einschließlich des Aufenthalts in George Town auf der Insel Exuma. Zwischen Long Island und Exuma beträgt die Überfahrt 4 Stunden. Darüber hinaus gibt es zwei Postschiffe, die die Insel mit einigen nahe gelegenen Inseln verbinden.

Das Klima der Bahamas.

Die offizielle Website des Bahamas-Tourismus.

Deutsche Textkorrektur von Dietrich Köster. 

This post is also available in: Englisch

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