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Angola: spektakuläre und unberührte Landschaften

Angola (República de Angola) ist eine Präsidialrepublik im südwestlichen Afrika und ehemalige portugiesische Kolonie. Sie wird im Westen vom Atlantik begrenzt und grenzt im Norden und Nordosten an die Demokratische Republik Kongo, im Südosten an Sambia und im Süden an Namibia. Die Hauptstadt ist Luanda. Angola ist in 18 Provinzen eingeteilt einschließlich Cabinda, eine Exklave zwischen der Republik Kongo (Brazzaville) und der Demokratischen Republik Kongo (Kinshasa).

Das Land erstreckt sich 1.600 km entlang dem Atlantik zwischen den Mündungen des Flusses Kongo/Zaire im Norden und dem Cunene im Süden. Drei der wichtigsten Städte des Landes befinden sich an der Atlantikküste: die Hauptstadt Luanda und die Städte Benguela und Lobito. Im Norden ist der Küstenstreifen durch Hügel gekennzeichnet, während im Raum Luanda die Küste flach ist. Hier sind die Mündungen der Flüsse Bengo und Cuanza.

In der Region Benguelas wird der Küstenstreifen schmaler. Hier reichen die zur Küste abfallenden Berge fast bis ans Meer. Südlich von der Stadt beginnt die Savanne und jenseits der Serra da Neve beginnt die trockene Zone mit der Stadt Namibe. Sie reicht bis über die Grenze mit Namibia. Diese Wüste wird als der nördliche Teil der Wüste Namib bezeichnet.

Im Landesinneren ist das Land von einer Reihe von Hochebenen gekennzeichnet (bis 500 km weit). Sie sind von Savanne und Regenwäldern (besonders in der nördlichen Provinz Cuanza-Norte) bedeckt. Das größte Plateau ist das von Bié, ein trockenes Hochland, das etwa zwei Drittel des Gebietes von Angola einnimmt und eine Durchschnittshöhe von 1300 m besitzt. Westlich von diesem Plateau, im Zentralteil des Landes, befinden sich einige Bergketten (Serra do Chilengue, Serra do Humbe). Hier erhebt sich der höchste Berg Angolas, der Morro de Moco mit 2.620 m.

Aus diesem Gebirgsmassiv entspringen die wichtigsten Flüsse: Kwanza und Cunene, die beide in den Atlantik münden; der Kwango, er mündet im Norden in den Fluss Kongo; Kwando und Kubango (auch Okavango genannt), der längste Fluss des Landes (957 km). Die beiden letztgenannten Flüsse erreichen die Okavango-Sümpfe im nördlichen Botswana und bilden dort ein Binnendelta. Auf dem Zentralplateau liegt Huambo, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und nach Luanda die einwohnerreichste Stadt des Landes. Am östlichen Hang des Hochplateaus fallen die Hochländer leicht zum Sambesi-Becken hin ab. Diese Gebiet ist von weiten Savannen bedeckt.

Die Landwirtschaft kommt nach 30 Jahren Bürgerkrieg, der rund eine Million Tote und 4 Millionen Flüchtlinge verursacht hat, erst langsam wieder in Gang. Das Land ist reich an Bodenschätzen wie Diamanten, Eisenerz, Erdgas und Erdöl, Salz. Es verfügt ferner über ein bedeutendes Agrarpotential. Das Wirtschaftswachstum Angolas ist heute eines der bedeutendsten der Welt. Der Staat rangiert heute unter den sich am schnellsten entwickelnden Ländern Afrikas und wird nur von Nigreria übertroffen.

Angola eignet sich für die Gewinnungden von Baumwolle, Bananen, Palmöl, Zuckerrohr, Kaffee, Tabak, Mais, Sesam, Rizinus, Sisal und Kautschuk. Die Viehzucht mit Schafen, Ziegen und Rindern ist möglich. Die Fischerei und die Forstwirtschaft sind ausbaufähig. Der Tourismus liegt weitgehend darnieder, obwohl das Land unzählige unberührte Landschaften besitzt, die interessante Ausflugsziele sein könnten. Es fehlt aber noch die nötige Infrastruktur von Straßen und Hotels. Die Naturschönheiten sind beträchtlich wie die Calandula-Wasserfälle (Quedas do Duque de Bragança) am Fluss Lucala, einem rechten Nebenfluß des Cuanza, die faszinierenden Landschaften des Bié-Plateaus, die Felszone von Pungo Andongo, die Wüstenzone der Namib und viele andere Sehenswürdigkeiten.

Deutsche Textkorrektur von Dietrich Köster. 

  • Fläche: 1.246.700 km². (Kultivierte Fläche 2,8%, Wiesen und Weiden 43,3%, Wald und Buschland 18,4%, unbewirtschaftet und unproduktiv 35,5%)
  • Einwohnerzahl: 15.900.000 (2005) Schwarze 97% (Ovimbundu 37%, Kimbundu 25%, Bakongo 13%), Mestiços (Nachkommen von Europäern und Afrikanern) 2%, Europäer 1%.
  • Hauptstadt: Luanda.
  • Amtssprache: Portugiesisch. Regionale Sprachen sind Bakongo, Ovimbundu, Kimbundu, Chokwe.
  • Religionen: Christen 85%: Katholiken 65%, Protestanten 20%, Animisten 10%.
  • Währung: Kwanza (AOA)
  • Zeitzone: UTC +1

This post is also available in: Englisch Japanisch

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