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Korsika: Raue Berge und wilde Küsten

Korsika (la Corse) ist nach der Größe mit 8.680 Quadratkilometern die viertgrößte Insel des Mittelländischen Meeres. Diese große Insel befindet sich westlich des toskanischen Archipels. (Die Insel Capraia liegt nur 30 km von Korsika entfernt.) Die Küste der Toscana liegt dagegen 80 km weiter östlich. Südlich von Korsika befindet sich die Insel Sardinien, von der Korsika durch die 11 km breite Straße von Bonifacio getrennt ist.

Vom Gesichtspunkt der Verwaltung besteht die Region aus zwei Départements: Haute Corse (2B) und Corse-du-Sud (2A) mit dem Hauptort Ajaccio. Neben dem Französischen wird auf der Insel das Korsische, das mit den Dialekten der Toscana eng verwandt ist, gesprochen.

DIE GEOGRAPHIE

Aus geographischer Sicht besteht die Insel aus rauen Bergen, die die Insel von Nordwesten nach Südosten durchqueren, die ihr ein wildes Aussehen geben. Der Monte Cinto mit 2.706 m ist der höchste Berg Korsikas, aber zahlreich sind die Gipfel, die 2.000 m überschreiten. Die mittlere Höhe des korsischen Territoriums liegt bei 568 m.

Die Küsten der Insel, die sich über 1.200 km erstecken, sind wild, aber zum großen Teil noch unberührt. Zu einem großen Teil sind die Küsten steil und reich an Meeresbuchten und Felsenriffen, aber auch die Strände sind zahlreich, besonders entlang der Ostküste, die meist niedrig und sandig ist.

DIE GESCHICHTE

Die Insel war ursprünglich von den Phöniziern besetzt. Danach war sie ein Besitz Karthagos und wurde nach den Punischen Kriegen ein Territorium unter römischer Kontrolle. Im Jahr 6 nach Christi Geburt wurde die Insel eine römische Provinz.

Im Mittelalter war die Insel ab dem XI. Jahrhundert ein Besitz der Stadt Pisa, die aber allmählich die Kontrolle zugunsten von Genua verlor.

Im XIII. Jahrhundert wurde Korsika mit dem Sieg von Genova alla Meloria eine genuesische Besitzung. In der Folgezeit war Korsika außer während kurzen aragonesischen Zeitabschnitten (XV. Jahrhundert) und französischen (XVI. Jahrhundert) bis 1768 unter genuesischer Kontrolle, dem Jahr, in dem mit dem Vertrag von Versailles Korsika an Frankreich abgetreten wurde.

DER TOURISMUS

Die Wirtschaft der Insel – ziemlich spärlich – beruht auf dem Tourismus und teilweise auf der Landwirtschaft und auf der Ausnutzung des Forstbestandes, vor allem von Kork. Das Klima der Insel, die Berge und die Küsten machen die Insel zu einem beliebten Touristenziel.

Auf der Insel wird großer Wert auf den Schutz der Natur gelegt. 40% des Gebietes Korsikas ist als regionaler Naturpark geschützt.

Die Touristen besuchen die Insel vor allem wegen der Schönheit der Küste und wegen des Meeres. Die Küste Korsikas zieht wirklich viele Touristen an. Unter den Naturschönheiten der Insel hat die UNESCO den Golf von Porto mit den Calanche von Piana, den Golf von Girolata und das Reservat von Scandola in die Liste der Stätten des Weltnaturgutes der Menschheit aufgenommen.

Neben den Naturschönheiten des Meeres und der Berge des Inselinneren sind weitere Anziehungspunkte für den Touristen die schönen romanischen Kirchen im Stil von Pisa, die typischen am Berg klebenden Dörfer im Inselinneren und an der Küste und die zahlreichen über die Insel verstreuten Befestigungen und Türme. Napoleon Bonaparte ist in Ajaccio geboren. Das Haus seiner Vorfahren (Maison Bonaparte) ist heute eine wichtige Sehenswürdigkeit und ein Museum.

Das Klima Korsikas

Die Seite der Gemeinschaft Korsikas

KORSIKA

Fläche: 8.680 Quadratkilometer

Bevölkerung: 302.000 nach dem Stand von 2008

Hauptort: Ajaccio

Deutsche Textkorrektur von Dietrich Köster. 

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