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Bern: Ein mittelalterliches historisches Zentrum von großer Schönheit

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Bern mit 130.000 Einwohnern ist die Bundeshauptstadt der Schweiz. Die Stadt erhebt sich in 540 m über dem Meeresspiegel mit Blick auf die Alpen. Der historishe Stadtkern befindet sich in einem Mäander des Flusses Aare, die die Altstadt auf drei Seiten umgibt. Die Stadt liegt in der Mitte der Schweiz an der Kreuzung bedeutender Straßen und Eisenbahnlinien und ist ein reges Handelszentrum und Sitz zahlreicher intenationaler Institutionen. Bern ist aus jedem Teil Teil Europas leicht erreichbar und ist ein ausgezeichneter Startpunkt für den Besuch der Schweizer Alpen, des Berner Oberlandes, des Mittellandes, des Jura, des Genfer Sees und des Wallis.

Bern wurde 1191 vom Herzog von Zähringen Berthold V. gegründet und wurde aufgrund seiner Lage ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Die Stadt stand für einige Jahre unter dem Schutz der Savoyer, und 1353 trat Bern als ein Teil der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei. Im Jahr 1848 wurde sie Hauptstadt des Staates und Sitz der eidgenössischen Regierung.

WAS GIBT ES ZU SEHEN? DIE HAUPTATTRAKTIONEN BERNS

Bern ist eine der interessantesten Schweizer Städte, vielleicht die, die es am besten verstanden hat, ihr altes Aussehen einer mittelalterlichen Siedlung zu bewahren. Die Stadt ist eine der bedeutendsten Beispiele mittelalterlicher Architektur auf dem europäischen Kontinent. Der mittelterliche Stadtkern wurde von der UNESCO 1983 zum Welterbe der Menschheit erklärt.

Die Altstadt, die reich an Sehenswürdigkeiten ist, erstreckt sich vom Mäander des Flusses Aare (Untertorbrücke, Mattenenge, Nydeggbrücke) Richtung Westen bis zu der Stelle der antiken Bestigungsanlagen (heute Kleine Schanze, Hirschengraben, Bubenbergplatz, Bahnhofplatz, Bollwerk).

Die Altstadt breitet sich auf einer Landzunge aus, die vom Fluß umspült wird. Hier sind die Hauptstraßen, die von zahlreichen gewölbten Herrenhäusern überragt werden, sehr charakteristisch, breit, von Laubengängen zum Flanieren gesäumt und mit Renaissance-Brunnen mit manieristischen Säulen geschmückt. In der Stadt gibt es über 100 Brunnen, von denen einige aus dem XVI. Jahrhundert stammen.

Das berühmteste Baudenkmal Berns ist der Zeitglockenturm: Der mittelalterliche Uhrturm. Dieser war das Westtor des ersten Mauerrings der Stadt, der zwischen 1191 und 1256 erbaut wurde. Seine astronomische Uhr wurde im Jahr 1530 geschaffen. Das zweite Westtor der Stadt war der Käfigturm (Gefängnisturm), der zwischen 1256 und 1344 erbaut wurde. Er wurde ab dem XVII. Jahrhundert als Gefängnis genutzt.

DAS GOTISCHE MÜNSTER

Die Stadt besitzt ein schönes gotisches Münster (Berner Münster), das das interessanteste Beispiel spätgotischer Architektur der Stadt ist. Dieses ist auch die größte Kirche der Schweiz. Sie wurde zwischen 1421 und 1588 erbaut und 1893 mit der Errichtung des Turms vollendet. Die Kirche bietet zwei bedeutende Zyklen gotischer Kunst, die Skulpturen des Huptportals und den Komplex der Buntglasfenster des Chors. Der Glockenturm kann bestiegen werden. Von seiner Spitze kann man einen großartigen Blick auf die Stadt, auf das Berner Mittelland und auf die eingeschneiten Berge des Berner Oberlandes genießen.

DAS GOTISCHE RATHAUS

Das Rathaus, das zwischen 1406 und 1416 im gotischen Stil erbaut wurde, mit Säulenhallen und einer Holzdecke ist heute Sitz der Kantonalregierung. Hier kommt fünfmal im Jahr der Rat des Kantons Bern zusammen. Das Kornhaus ist eines der besten Beispiele barocker Architektur Berns. Das Bundeshaus, ein Gebäude aus dem XIX. Jahrhundert, beherbergt den Sitz der Schweizer Regierung und des Parlaments. Die Heiliggeistkirche aus dem XVIII. Jahrhundert ist die wichtigste protestantische Barockkirche der Schweiz.

Die Französische Kirche, erbaut zwischen 1270 und 1285, ist die älteste Kirche der Stadt. Ursprünglich war sie ein Teil des Dominikanerklosters, wurde danach aber die protestantische Kirche der Gläubigen französischer Sprache, während sie heute eine umgebaute Fassade im Barockstil zeigt. Die Kirchenfeldbrücke aus dem XIX. Jahrhundert ist eine riesige Brücke, die den Fluß Aare überquert und die alten Stadtviertel mit dem Hervetiaplatz, dem Kulturzentrum der Stadt, verbindet.

DIE PARKS

Für die Naturfreunde gibt es zwei sehenswerte Attraktionen: Den Botanischen Garten, der sich direkt im Stadtzentrum befindet, sich über zwei Hektar erstreckt und an die 2.000 Pflanzenarten enthält. Sehr schön ist auch der Rosengarten. Er liegt auf dem alten Friedhof, der heute zu einem großen Park mit einem großartigen Blick auf die Altstadt und den Mäander des Flusses Aare geworden ist. Der Park enthält 200 verschiedene Rosenarten, 200 Iris-Arten und 28 Spezies von Rododendron.

WAS GIBT ES ZU SEHEN? DIE BERNER MUSEEN

DAS PAUL KLEE GEWIDMETE MUSEUM

Zu den bedeutendsten Museen der Stadt gehört ohne weiteres das Zentrum Paul Klee, ein Museum, das dem Werk des Künstlers Paul Klee (1879-1940) gewidmet ist. Es ist ein ganz neues Museum, das vom Architekten Renzo Piano entworfen wurde. Es enthält an die 4.000 Werke von Paul Klee (etwa 40% aller Arbeiten des Künstlers) neben Werken von Wassily Kandinsky, Franz Marc und Alexej von Jawlensky.

DAS TEXTILMUSEUM

Sehr bekannt ist auch die Abegg-Stiftung Riggisberg, eine der weltweit bedeutendsten Textilmuseen und Sitz des Forschungszentrums für den Erhalt der historischen Textilien. Das Museum besitzt eine Sammlung von Textilien, die von der Antike (Ägypten, Völker Mesopotamiens, China) bis zum Mittelalter (islamische Welt und Europa) und bis zum XVIII. Jahrhundert reicht, umfaßt.

Die Kunsthalle Bern beherbergt Werke von Künstlern wie Klee, Giacometti, Moore, Johns, Lewitt, Nauman und Buren. Die Liebhaber der klassischen Antike sollten die Antikensammlung Bern, die über 230 griechische und römische Skulpturen beherbergt, besuchen.

DAS MUSEUM UND DAS ALBERT EINSTEIN-HAUS

In Bern befindet sich das Einstein-Haus, wo der berühmte Gelehrte Albert Einstein von 1903 bis 1905 gelebt hat. In Bern befindet sich auch ein Museum, das ihm gewidmet ist: Das Einstein-Museum. Dieses Museum ist Teil des Historischen Museums Bern, das zahlreiche antike Kunstwerke beherbergt, darunter ist die Graechwil Hydria, ein griechisches Bronzegefäß aus dem VI. Jahrhundert vor Christi Geburt, und veranschaulicht auch die Geschichte der Stadt. Im Schloß Landshut befindet sich das Schweizer Museum für Wild und Jagd, das die Geschichte der Jagd von der vorgeschichtlichen Zeit bis heute dokumentiert.

Weitere nennenswerte Museen sind: Das Kunstmuseum Bern mit Werken aus dem XIV. Jahrhundert (Duccio, Fra Angelico) und Werken von Paul Klee, Wassily Kandinsky und Pablo Picasso. Die Bürgerbibliothek Bern beherbergt zahlreiche Gesetzessammlungen, Stiche und antike Bücher. Unter den anderen Museen sind erwähnenswert: Das Museum für Kommunikation, das Naturhistorische Museum der Bürgergemeinde Bern und das Schweizerische Schützenmuseum.

Das Klima von Bern

Deutsche Textkorrektur von Dietrich Köster. 

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