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Basel: Die zweitgrößte Stadt der Schweiz

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Basel ist der zweitgrößte städtische Bereich der Schweiz mit 166.000 Einwohnern und 700.000 Einwohnern in der Metropolregion und ist auch der Hauptort des gleichnamigen Kantons. Die Stadt liegt in einer Biegung des Flusses Rhein in der Nordwestschweiz an der Grenze zu Frankreich und Deutschland. Basel ist eine bedeutende Handels- und Industriestadt (chemischer und pharmazeutischer Sektor) und Sitz von Banken und Finanzinstituten. Die Stadt besitzt einen lebhaften Flußhafen, der der letzte Flußhafen am Rhein ist, der für Großraumschiffe erreichbar ist. Stromaufwärts von Basel befindet sich der Rheinfall von Schaffhausen. Hier hat die älteste Universität der Schweizerischen Eidgenossenschaft – gegründet im Jahr 1460 – ihren Sitz.

Basel war ursprünglich eine antike befestigte Siedlung der Rauraker. Darauf wurde Basel eine römische Stadt und war dann seit dem VII. Jahrhundert ein Fürstbistum. Die Stadt wurde im XV. Jahrhundert aufgrund des Konzils von Basel (1431-1449) das Zentrum der westlichen Christenheit. Im Jahr 1501 erlangte sie die Unabhängigkeit und trat der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei.

WAS GIBT ES ZU SEHEN? DIE HAUPTATTRAKTIONEN BASELS

Der größere Teil der touristischen Stätten liegt im Südteil der Stadt, wo sich der historische Stadtkern Basels befindet. Diesen Bereich erforscht man besser zu Fuß. Hier sind die Orte von größtem touristischen Interesse konzentriert. Dazu gehört der Marktplatz, das wahre Herz Basels. Er beherbergt den bunten Obst-, Gemüse- und Blumenmarkt, der an jedem Tag außer am Sonntag abgehalten wird. Der Platz wird vom eindrucksvollen Rathaus, einem Bau aus dem XIV. Jahrhundert, überragt. In seinem Innern lohnt sich die Besichtigung der Ratszimmer, des Innenhofs, der romantischen Säulengänge und des hohen Turms.

DAS MÜNSTER UND DIE ANDEREN HISTORISCHEN BAUTEN

Unter den wertvollsten Bauwerken ist ohne weiteres das Basler Münster, das zwichen dem XI. und XV. Jahrhundert aus Buntsandstein erbaut wurde. Diese Kirche befindet sich auf einem Hügel oberhalb des Flusses. Ihre Fassade wird von zwei gotischen, unregelmäßigen Türmen eingenommen. Der bedeutendste Bauabschnitt des Münsters ist die Galluspforte (1150/1170), die am Eingang des nördlichen Querschiffs liegt. Sie ist eine der größten Bildhauerwerke der Romanik der Schweiz. In den letzten Jahren wurden viele der Originalskulpturen in ein Museum gebracht und durch Kopien ersetzt. Das Innere des Münsters besteht aus drei Schiffen mit bedeutenden Seitenkapellen, aus einer Krypta und bewahrt die sterblichen Überreste von Erasmus von Rotterdam. Die Kirche wird durch zwei Kreuzgänge ergänzt. Vom Kreuzgang des Münsters kann man die Aussichtsterrasse der Pfalz erreichen, von wo aus man einen großartigen Blick auf den historischen Stadtkern genießen kann.

Die Mittlere Brücke, die aus dem Jahr 1226 stammt, war die erste Brücke über den Rhein. Sie wurde auf Veranlassung des Fürstbischofs Heinrich von Thum erbaut. Zur Verteidigung der Brücke wurde am rechten Ufer des Flusses die befestigte Zitadelle Kleinbasel gebaut. Im Jahr 1905 wurde die antike Brücke durch die heutige Mittlere Brücke ersetzt. Vom mittelalterlichen Mauergürtel, der einst die Stadt umgab und im XIX. Jahrhundert abgerissen wurde, bleiben heute nur noch drei Türme übrig: Das St. Albantor, der Letziturm und das Spalentor. Der letztgenannte Turm ist der eindrucksvollste. Er stammt aus dem XIV. Jahrhundert. Zahlreich sind auch die spätgotischen öffentlichen Gebäude wie auch die Barockpaläste und die Rokoko- und neoklassizistischen Bürgerhäuser.

MODERNE ARCHITEKTUR

Basel hat in den letzten Jahren zahlreiche interessante Gebäude moderner Architektur entstehen sehen. Hier befinden sich Werke von berühmten Architekten wie Renzo Piano (Gebäude der Stiftung Beyeler), Mario Botta (Museum Jean Tinguely und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich/Verwaltungsgebäude der BIZ), Herzog & de Meuron (Stadion) und schließlich der Komplex Vitra bei Weil am Rhein, bestehend aus drei Gebäuden nach dem Entwurf von Zaha Hadid (Feuerwehrwache), Frank Gehry (Designmuseum) und Tadao Ando (Kongreßzentrum). Eines der Symbole des modernen Basel ist der Tinguely-Brunnen, der 1977 von Jean Tinguely erbaut wurde.

In der Nähe von Basel (10 km nach Osten) befindet sich der archäologische Bereich Augusta Raurica, der größte Archäologiepark der Schweiz. Die Stadt Basel ist der ideale Startpunkt für die Erforschung des Schwarzwaldes sowie der Berge des Schweizer Jura und der Vogesen.

WAS GIBT ES ZU SEHEN?

DIE KUNSTMUSEEN

Basel beherbergt über 30 verschiedene Museen. Das bedeutendste Museum der Stadt ist das Kunstmuseum Basel. Das Museum ist überwiegend der Malerei und der Zeichnung von Künstlern des Hochrheingebietes von 1400 bis 1600 gewidmet. Es beherbergt Werke von Holbein, Goya und Rubens. Aber es gibt auch Kunstwerke des XIX. und XX. Jahrhunderts. Das XIX. Jahrhundert ist durch Gemälde von Böcklin, van Gogh, Gauguin und Cézanne vertreten, während das XX. Jahrhundert seinen Höhepunkt im Kubismus (Picasso, Braque, Léger), im deutschen Expressionismus und in der amerikanischen Kunst ab 1950 findet. Eine andere bedeutende Kunstsammlung des XX. Jahrhunderts befindet sich in der Fondation Beyeler, die ihren Sitz im von Renzo Piano entworfenen Museum hat. Hier werden Werke von Künstlern wie Monet, Cézanne, van Gogh, Picasso, Warhol, Liechtenstein und Bacon ausgestellt.

DAS ANTIKENMUSEUM

Das Antikenmuseum Basel ist ein Museum mit Schwerpunkt auf der Kunst und den Kulturen des Mittelmeerbeckens vom IV. Jahrtausend vor bis zum VII. Jahrhundert nach Christi Geburt. Hier sind Gegenstände der ägyptischen, griechischen, italischen und römischen Kunst ausgestellt, an die einzelne Stücke aus dem Nahen Osten und Zypern hinzugefügt sind.

Das Historische Museum Basel ist das Museum der Geschichte der bedeutendsten Kulturen des Hochrheins. Unter den größten ausgestellten Sammlungen ist das Kabinett Amerbach. Andere wichtige Stücke sind der Schatz des Basler Münsters, der außergewöhnliche Beispiele mittelalterlicher Goldschmiedekunst zeigt. Dann gibt es spätgotische Wandteppiche, den Basler Totentanz, die Schätze der Basler Zünfte, das Münzkabinett, figurative Werke aus dem Hochrheingebiet und Beispiele spätgotischer und Renaissance-Glasmalerei und schließlich Sakralkunst und Möbel.

DAS MUSIKMUSEUM UND DAS MUSEUM DER KULTUREN

Das Musikmuseum beherbergt die bedeutendste Sammlung von Musikinstrumenten der Schweiz. Das Museum der Kulturen Basel stellt eine der größten Sammlungen Europas über das Leben in den europäischen und außereuropäischen Kulturen aus. Hier befinden sich auch wichtige Sammlungen, die der Südsee, dem präkolumbischen Amerika, Tibet usw. gewidmet sind.

DAS MUSEUM DER GESCHICHTE DER PHARMAZIE

Das Pharmazie-Historische Museum der Universität Basel ist eines der weltweit größten Sammlungen über die Geschichte der Pharmazie. Es stellt Keramiken und Apothekenmöbel, ein Labor eines Alchemisten, Mörser, Straßenapotheken und Bücher aus.

DAS MUSEUM DER TEDDYBÄREN

Ein Museum ganz besonderer Art, wahrscheinlich ist das Puppenhausmuseum einzigartig; es ist das Hauptmuseum Europas für Teddybären. Über 6.000 Exemplare sind auf vier Stockwerken ausgestellt. Das Museum beherbergt auch Puppen, Spielzeugläden, Puppenhäuser und Miniaturen.

Die Skulpturhalle beherbergt eine der größten Sammlungen von Abgüssen antiker Skulpturen; weltweit einzigartig ist die vollständige Sammlung der Skulpturen des Parthenon. Tinguely ist dem Leben und Werk von Jean Tinguely gewidmet. Das eindrucksvolle Gebäude wurde vom berühmten Schweizer Architekten Mario Botta geschaffen. Interessant und hypermodern ist das Vitra Design Museum in Weil am Rhein, eben jenseits der Grenze in Deutschland, das sich in einem Gebäude, das vom kalifornischen Architekten Frank Gehry entworfen wurde, befindet. Es ist eines der weltweit bedeutendsten Museen der Architektur und des Industriedesigns.

WIE KOMMT MAN DORTHIN?

MIT DEM FLUGZEUG:

Der Flughafen von Basel (EuroAirport Basel – Mulhouse/Mühlhausen/Elsaß) – Freiburg/Breisgau) befindet sich nur 3 km vom Basler Stadtgebiet entfernt auf französischem Territorium. Der Flughafen – der weltweit einzige binationale Flughafen – wird von zahlreichen internationalen Verbindungen bedient. Für das Erreichen der Stadt gibt es einen öffentlichen Busdienst (Autobus Nr. 50) alle 15 Minuten zwischen dem EuroAirport und dem Ausstellungszentrum in der Mitte von Basel und dem Badischen Bahnhof (deutscher Bahnhof von Basel) über den Schweizer Hauptbahnhof (Bahnhof SBB).

WIE KANN MAN SICH FORTBEWEGEN? STÄDTISCHE BASLER VERKEHRMITTEL

Basel wird von einem ausgedehnten und dichten Verkehrsnetz bedient, das die Stadt mit den umliegenden Vororten, auch jenseits der Schweizer Grenzen in Frankreich und Deutschland, verbindet.

Das Netz der Straßenbahnen und Busse Basels wird von den BVB (Basler Verkehrs-Betriebe) und vom BLT (Baselland Transport) betrieben. Die Straßenbahnen werden elektrisch angetrieben, während die Busse elektrisch oder mit Kraftstoff betrieben werden.

Das Klima von Basel

Deutsche Textkorrektur von Dietrich Köster. 

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