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Fakarava-Atoll, Tuamotu, Französisch-Polynesien. TAHITI TOURISME © Jim Winter
Fakarava-Atoll, Tuamotu, Französisch-Polynesien. TAHITI TOURISME © Jim Winter

Das Fakarava-Atoll: Ein Paradies für Taucher

Der Tuamotu-Archipel ist eine Inselgruppe Französisch-Polynesiens, die fast ausschließlich aus Atollen besteht. Die Atolle sind flache Koralleninseln, in denen sich riesige Lagunen befinden. Diese Inseln wurden ursprünglich aus hohen Vulkangipfeln gebildet wie sie in Tahiti und Moorea zu sehen sind. Aber im Laufe der Jahrtausende sind sie langsam erodiert und behielten die Form der alten Vulkaninsel bei und sind durch ein Korallenriff begrenzt.

Fakarava-Atoll, Tuamotu, Französisch-Polynesien. TAHITI TOURISME © Jim Winter
Fakarava-Atoll, Tuamotu, Französisch-Polynesien. TAHITI TOURISME © Jim Winter

Im Tuamotu-Archipel 450 km nordöstlich von Tahiti zwischen den Atollen von Toau, Niau, Faaite, Raraka und Kauehi befindet sich das Atoll von Fakarava. Die Insel ist unter Tauchsportlern bekannt für ihre spektakulären Korallenriffe und die Vielzahl an Fischen. Dieses Atoll gehört mit einer Länge von 60 km und einer größten Breite von 21 km zu den größten in diesem Archipel. Die Landfläche des Atolls beträgt nur 16 km², aber seine Lagune ist die größte nach der von Rangiroa von ganz Französisch-Polynesien und erstreckt sich über 1.121 km².

EINE GROSSE RECHTECKIGE LAGUNE

Das Atoll, das eine rechteckige Form hat, besitzt zwei Durchlässe, das heißt zwei Öffnungen, die die innere Lagune mit dem Pazifik verbinden. Der größte Durchlaß, der von Garuae, befindet sich im Norden in der Nähe des Flughafens und des Hauptdorfes Rotoava. Dieser Durchlaß ist der größte aller Atolle Französisch-Polynesiens. Am Südende des Atolls, wo sich das kleine Dorf Tetamanu befindet, befindet sich eine kleinerer Durchlaß. Es ist der von Tumakohua oder Tetamanu.

Es scheint, daß das berühmte Gemälde „Bleu Matisse“ nach einem Besuch des französischen Malers im Fakarava-Atoll entstanden ist. Bei seinem Besuch im Atoll dürften Henri Matisse die unendlichen Blautöne der Lagune beeindruckt haben. Bei einem Besuch dieser Insel werden Sie auch von den Blautönen der Lagune beeindruckt sein.

Fakarava-Atoll, Tuamotu, Französisch-Polynesien. TAHITI TOURISME © Jim Winter
Fakarava-Atoll, Tuamotu, Französisch-Polynesien. TAHITI TOURISME © Jim Winter

Es ist nicht gesichert, wann die ersten Polynesier auf der Insel ankamen, aber sie waren bereits dort, als die ersten Europäer eintrafen. Der erste Europäer, der im Fakarava-Atoll ankam, war der baltendeutsche in russischen Diensten stehende Seefahrer Fabian Gottlieb von Bellingshausen. Seine Schiffe Wostok und Mirni erreichten am 17. Juli 1820 das Atoll. Die Einwohner von Fakarava wurden 1849 vom französischen Priester Honoré Laval christianisiert. Auf der Insel gibt es zwei alte Kirchen: Die 1850 gegründete Kirche von Rotoava und die von Tetamanu, die aus dem Jahr 1874 stammt und die Besonderheit hat, aus Korallen erbaut worden zu sein.

EIN UNESCO-BIOSPHÄRENRESERVAT

Im Jahr 2016 wurde Fakarava in das 1977 geschaffene UNESCO-Biosphärenreservat aufgenommen. Dieses Reservat besteht aus 7 Korallenatollen: Aratika, Fakarava, Kauehi, Niau, Raraka, Taiaro und Toau. In der Lagune von Falarava gibt es eindrucksvolle Korallenformationen, während es auf dem Festland endemische Tiere und Pflanzen gibt. Das kulturelle Erbe des Atolls ist auch reichhaltig. So gibt es archäologische Überreste, darunter einige Marae genannte alte polynesische Tempel.

Fakarava-Atoll, Tuamotu, Französisch-Polynesien. TAHITI TOURISME © Jim Winter
Fakarava-Atoll, Tuamotu, Französisch-Polynesien. TAHITI TOURISME © Jim Winter

Die Wirtschaft von Fakarava beruht im Wesentlichen auf dem Tourismus. Weitere Aktivitäten sind das Angeln von Seegurken und die Zucht der berühmten Tahiti-Perlen. 2018 erreichte das Unterwasserkabel Natitua die Insel. Dieses Kabel ermöglicht eine Hochgeschwindigkeits-Internetverbindung.

Das Atoll verfügt über einen Flughafen mit häufigen Direktflügen zur Insel Tahiti. Die Flugzeit für die rund 450 km zwischen Tahiti und Fakarava beträgt gut eine Stunde. Auf der Insel gibt es mehrere Hotels, die von der einheimischen Bevölkerung betrieben werden.

Deutsche Textkorrektur von Dietrich Köster. 

Fotos: TAHITI TOURISME © Jim Winter

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