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Wirbelstürme und Hurrikane im Südpazifik

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Wie lange dauert die Wirbelsturm- und Hurrikanzeit in Polynesien?

Wie lange dauert die Wirbelsturm- und Hurrikansaison, und welche Inseln im Südpazifik sind am stärksten durch tropische Wirbelstürme gefährdet?

Tropische Wirbelstürme und Hurrikane bilden sich im Pazifischen Ozean in der Regel zwischen 5° und 20° nördlicher und südlicher Breite vom Äquator. Ihre Stärke und Energie entsteht durch die Wärme, die bei der Kondensation von Wasserdampf freigesetzt wird.

Ein tropischer Wirbelsturm entsteht, wenn ein tropisches Tiefdruckgebiet intensiv genug ist, um in der Nähe seines Zentrums Winde von mehr als 63 km pro Stunde zu erzeugen. Nach der aktuellen Klassifizierung werden Wirbelstürme in fünf Intensitätsklassen eingeteilt (1, 2, 3, 4, 5). Bei Windgeschwindigkeiten zwischen 63 und 118 Stundenkilometern im Zentrum des Wirbelsturms wird dieser als tropischer Sturm eingestuft; dies sind die Klassen 1, 2 und 3. Die beiden gefährlichsten Klassen sind die Klassen 4 und 5, d. h. die beiden Klassen, in denen ein tropischer Wirbelsturm als Hurrikan eingestuft wird. Ein Wirbelsturm wird in Klasse 4 eingestuft, wenn die Windgeschwindigkeit 118 km/h übersteigt, Klasse 5 ist die zerstörerischste Klasse, in der die Windgeschwindigkeit 167 km/h übersteigt.

WO TRETEN WIRBELSTÜRME UND HURRIKANE IM PAZIFIK AUF?

In dem riesigen Gebiet des Südpazifiks treten die tropischen Wirbelstürme in den Monaten zwischen November und April auf. In diesem riesigen Ozean, der sich von Australien bis zu den Osterinseln erstreckt, gibt es im Durchschnitt 8-10 tropische Wirbelstürme pro Jahr, die sich alle auf die oben genannten Monate konzentrieren. Die größte Häufigkeit von Wirbelstürmen ist in den Monaten Januar bis März zu verzeichnen. Das Gebiet mit der größten Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines tropischen Wirbelsturms im Südpazifik liegt zwischen Vanuatu, Neukaledonien, Fidschi, Tonga, Niue und den Inseln Wallis und Futuna.

Etwas seltener sind Wirbelstürme dagegen in dem Gebiet von den Salomonen, den Samoa-Inseln, den südlichen Cook-Inseln und Tuvalu. Noch seltener sind Wirbelstürme auf den Gesellschafts-Inseln, den Tuamotu- und Austral-Inseln in Französisch-Polynesien, den Tokelau-Inseln und den nördlichen Cook-Inseln. Außerhalb der tropischen Wirbelsturmzone liegen die Marquesas-Inseln in Französisch-Polynesien, die Kiribati-Inseln und die Osterinsel.

Deutsche Textkorrektur von Dietrich Köster. 

TABELLE DER DURCHSCHNITTLICHEN TROPISCHEN WIRBELSTÜRME PRO JAHR AUF DEN INSELN DES SÜDPAZIFIKS

ARCHIPELAnzahl der jährlichen Wirbelstürme (Durchschnitt der letzten 37 Jahre)
VANUATU 3/2,8
NEUKALEDONIEN 2,7/2,6
FIDSCHI 2,5/2,4
TONGA 2,1/2
WALLIS UND FUTUNA 1,9/1,8
NIUE 1,8
SAMOA / AMERIKANISCH-SAMOA 1,6/1,3
SÜDLICHE COOKINSELN 1,5/1,3
SALOMONEN 1,4/1,0
TUVALU 1,2/1,1
NEUSEELAND – NORDINSEL 1/0,9
TOKELAU 0,8/0,6
FRANZÖSISCH-POLYNESIEN: GESELLSCHAFTSINSELN 0,8/0,6
FRANZÖSISCH-POLYNESIEN, AUSTRAL-INSELN 0,8/0,5
NÖRDLICHE COOKINSELN 0,8/0,4
FRANZÖSISCH-POLYNESIEN: TUAMOTU-INSELN 0,4/0,1
PITCAIRN 0,3/0,1
FRANZÖSISCH-POLYNESIEN: MARQUESAS-INSELN 0,1/0,0
KIRIBATI 0

Daten: NIWA National Institute of Water and Atmospheric Research, New Zealand

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