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Ruanda. Autor Joachim Huber

Ruanda: Seen, Vulkane und Gorillas

Ruanda (Republika y’u Rwanda/République Rwandaise/Republic of Rwanda/Republik Ruanda) ist eine Präsidialrepublik in Zentralafrika. Die Hauptstadt ist Kigali. Der Staat war erst ein Teil der Kolonie Deutsch-Ostafrika und wurde nach dem Ersten Weltkrieg von Belgien im Auftrage des Völkerbundes und nach 1945 als Treuhandgebiet der Vereinten Nationen ebenfalls von Belgien bis zur Unabhängigkeit im Jahre 1962 verwaltet.

Er grenzt im Norden an Uganda, im Westen an die Demokratische Republik Kongo, im Süden an Burundi und im Osten an Tansania. Ruanda liegt im Herzen Äquatorial-Afrikas (zwischen 1° und 3° südlich des Äquators) in der Region der Großen Seen entlang dem afrikanischen Grabenbruch.

Das Gebiet Ruandas ist überwiegend gebirgig und besitzt ein Plateau mit einer durchschnittlichen Höhe von 1.700 m. Im Westen in der Nähe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo und Uganda erhebt sich das Hochplateau, das die Kette der Virunga-Berge bildet. Hier liegt die höchste Erhebung des Landes: der Vulkan Karisimbi mit 4.507 m.

Karte von Ruanda

Karte von Ruanda

Südwestlich von den Virunga- Bergen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo liegt der Kivu-See mit 2.700 km². Der See liegt auf einer Höhe von 1.460 m. Südlich von diesem See fließt der Fluß Ruzizi, dessen Tal befindet sich 950 m über dem Meeresspiegel. Das ist der niedrigste Punkt des Landes. Im Ostteil des Landes an der Grenze zu Tansania bildet das Plateau eine flache von Seen geprägte Zone. Hier an der Grenze zu Tansania fließt der Fluß Kagera, eine der Nilquellen. Die höchsten Berge und die Region um den Kivu-See sind von Wald bedeckt.

Ruanda ist eines der ärmsten und am dichtesten besiedelten Länder Afrikas. Diese prekäre Lage wurde durch den dramatischen Bürgerkrieg zwischen Hutu und Tutsi verschlimmert. Der 1994 ausgebrochene Bürgerkrieg hat 1.000.000 Tote gefordert. Ruanda ist vor allem ein Agrarland. Man baut Kartoffeln, Süßkartoffeln, Maniok, Hirse, Bohnen, Weizen, Erbsen, Tee, Kaffee, Tabak und Erdnüsse an. Die Bodenschätze sind gering: Es gibt Vorkommen an Zinn, Tungsten, Gold und Tantal. Die Tierzucht ist wichtig, vor allem Rinder- Schaf-, Ziegen- und Geflügelzucht. Die Fischerei ist von geringer Bedeutung und wird auf dem Kivu- See betrieben.

Deutsche Textkorrektur von Dietrich Köster. 

  • Fläche: 26.338 km²: kultiviertes Land 44,6%, Wiesen und Weiden 26,6%, Wald und Buschland 9,5%, unbewirtschaftetes und unproduktives Land 19,3%
  • Einwohnerzahl: 9.900.000 (Stand: 2007): Hutu 84%, Tutsi 15%, Twa (Pygmäen) 1%. Hauptstadt: Kigali.
  • Amtssprachen: Amtssprachen sind Kinyarwanda, Französisch und Englisch.
  • Religionen: Christen 80%: Katholiken 56% und Protestanten 24%; daneben Animisten 15%, Moslems 5%.
  • Währung: Ruanda-Franc (RWF)
  • Zeitzone: UTC+2.

This post is also available in: Englisch

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