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Algerien: Wüsten und antike römische Städte

Algerien (Al-Jumhūrīya al-Jazā’irīya ad-dīmūqrātīya ash-sha’bīya/Demokratische Volksrepublik Algerien) ist eine Semipräsidialrepublik in Nordwestafrika. Mit einer Fläche von über 2.381.000 qkm ist es das flächenmäßig größte Land Afrikas. Die Hauptstadt ist Algier. Der Staat ist in 48 Provinzen unterteilt. Algerien war bis 1962 teilweise eine französische Kolonie und zum Teil ein integraler Bestandteil Frankreichs.

Es wird im Norden vom Mittelmeer begrenzt und grenzt im Osten an Tunesien und Libyen, im Süden an Niger, Mali und Mauretanien und im Westen an Marokko. Algerien zeichnet sich im Norden durch einen Küstenstrich aus, dem Tell, der 1.000 km lang und 100 km breit ist. Er enthält die meisten großen Ortschaften und die Mehrzahl der landwirtschaftlich genutzten Flächen.

DIE BERGE DES ATLAS TEILEN DIE MITTELMEERKÜSTE VON DER WÜSTE

Südlich von dieser fruchtbaren Region erhebt sich die Gebirgskette des Atlas. Parallel zur Küste verläuft der Tellatlas, der seine höchste Erhebung im Berg Lalla Khedidja 2.308 m erreicht. Hier entspringt der Hauptfluß des Landes, der Cheliff mit 725 km. Er ist der einzige Fluß mit ständiger Wasserführung. Er mündet ins Mittelmeer.

Neben der Gebirgskette des Atlas zieht sich ein weites, trockenes Hochland mit vielen Wüstentalebenen und Salzseen hin. Diese Seen werden Schotts genannt. Der Schott Melrhir, die Haupttalebene des Landes, liegt 40 m unter dem Meeresspiegel. Weiter südlich liegt die Bergkette des Saharaatlas, die im Djebel Chélia 2.328 m erreicht. Neben dem Sahara-Atlasgebirge liegt die Wüste Sahara, die etwa 80% der Gesamtfläche Algeriens einnimmt.

DIE SAHARA-WÜSTE

Die Wüste ist sandig in den Regionen des Östlichen und Westlichen Großen Ergs, weiter südlich wird sie felsiger und ist im äußersten Süden vom Hoggar-Massiv (Ahaggar) begrenzt. Hier befindet sich die höchste Erhebung des Landes: der Berg Tahat mit 2.918 m. Gegen Osten an der Grenze zu Libyen erhebt sich das Bergmassiv Tassili n’Ajjer, das sich 500 km von Nordwesten nach Südosten erstreckt. Es erreicht im Berg Adrar Afao 2.158 m.

Das Land ist reich an Bodenschätzen. Es sind vor allem Vorkommen an Erdöl und Erdgas. Ferner gibt es Mangan, Uran, Eisen, Phosphat, Zink und Kupfer. Die Landwirtschaft erzeugt Wein, Olivenöl, Agrumen, Obst, Getreide, Datteln und Feigen. Es werden Schafe und Ziegen gezüchtet. Dank der römischen archäologischen Stätten entlang der Küste, den faszinierenden Wüstenlandschaften der Sahara und den Wandmalereien des Tassili n’Ajjer gibt es beachtliche Sehenswürdigkeiten von touristischem Interesse.

Das Klima Algeriens: Wann nach Algerien reisen?

Deutsche Textkorrektur von Dietrich Köster. 

  • Fläche: 2.381.741 km²: kultiviertes Land 3,4%, Wiesen und Weiden 13,3%, Wald und Buschland 1,7%, unbewirtschaftetes und unproduktives Land 81,6%
  • Einwohnerzahl: 43.000.000 (Stand: 2019): Araber 99,5%, Europäer 0,5%
  • Hauptstadt: Algier.
  • Amtssprache: Die Amtssprache ist arabisch. Man spricht auch französisch und verschiedene Berber-Dialekte.
  • Religionen: Moslems 99,5%, Christen und Juden 0,5%.
  • Währung: Algerischer Dinar (DZD)
  • Zeitzone: UTC+1

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