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Die Osterinsel: Eine faszinierende Insel reich an Geheimnissen

Diese Insel liegt fast 6 Flugstunden von Santiago de Chile entfernt und gleich viel Flugstunden von Tahiti/Französisch-Polynesien. Die Osterinsel ist einer der weltweit isoliertesten Orte.

Um eine Vorstellung von der isolierten Lage dieser Insel zu bekommen, nehmen sie am besten eine geographische Karte zur Hand und stellen die Entfernungen fest. Die nächste bewohnte Insel ist die kleine Insel Pitcairn, wo weniger als 100 Menschen leben, die Nachkommen der Meuterer der „Bounty“ sind. Mangareva, eine Insel Französisch-Polynesiens mit einer Bevölkerung von wenig mehr als 1.000 Menschen, befindet sich in einer Entfernung von 2.600 km, und Tahiti, die größte Insel Französisch-Polynesiens, liegt über 4.000 km westlich der Osterinsel. Nach Osten zu gibt es die unbewohnten Felsen Sala y Gómez in 400 km Entfernung. Die ebenfalls unbewohnten Inseln Islas Desventuradas liegen 2.900 km weit weg. Der Archipel der Inseln Juan Fernández, wo weniger als 1.000 Menschen leben, liegt zwischen 2.800 und 3.000 km östlich der Osterinsel. Der nächste Punkt an der chilenischen Küste befindet 3.500 km ostwärts.

Schauen Sie sich eine Europakarte an und schauen Sie auf Warschau/Polen als Bezugspunkt für die Osterinsel. Im Osten befindet sich die Küste Südamerikas weiter entfernt als Nur Sultan in Kasachstan, während auf der Westseite Tahiti sich an der Südspitze Grönlands befindet. So verstehen Sie, daß die Insel wirklich isoliert ist.

EINE GEHEIMNISVOLLE UND FASZINIERENDE INSEL

Aber die isolierte Lage ist nicht der einzige Grund, der die Osterinsel faszinierend sein läßt. Hier ist eine der rätselhaftesten Zivilisationen der Menschheitsgeschichte entstanden. Die Insel wird heute von über 7.000 Menschen bewohnt, die teilweise Nachkommen der polynesischen Bevölkerung sind, die die Insel vor etwa 1.300 Jahren (zwischen 600 und 800 unserer Zeitrechnung) besiedelt hat.

Die Zivilisation hat keine schriftlichen Zeugnisse hinterlassen, aber sie hat Hunderte von riesigen Statuen, die über die ganze Insel verteilt sind, hinterlassen: Die Moai. Die Moai scheinen die Vorfahren darzustellen und sind auf die Dörfer der Insel zu ihrem Schutz ausgerichtet.

Alle Moai stehen so auf ihren Plattformen, daß sie zum Inselinneren ausgerichtet sind. Nur die Moai von Ahu Akavi sind zum Meer hin ausgerichtet. Es sieht so aus, als wäre dies dem Umstand zu verdanken, daß sie einfach nur wegen ihrer Lage zu jenem Dorf so ausgerichtet sind.

Fast alle Moai sind behauen worden und stammen aus der Höhle am Hang des Vulkans Rano Raraku, der im Ostteil der Insel liegt. Die Moai waren dann alle von riesigen Hüten aus rotem Stein überragt, die aus einer anderen Höhle, der von Puna Pau stammen, die über 10 km von Rano Raraku entfernt ist und am anderen Ende der Insel liegt.

Im Laufe der Jahre haben die Einwohner der Insel Hunderte von Moai errichtet, so daß sie heute an die Tausend zählen. Die größten Moai, die je errichtet wurden, sind 10 m hoch, während ein in der Höhle von Rano Raraku nie vollendeter Moai über 21 m hoch ist.

FRAGEN OHNE ANTWORTEN?

Gewiß gibt es viele Fragen ohne Antworten: Wie konnten die Einwohner der Osterinsel so viele Statuen errichten? Wie haben sie sie transportiert? Warum wurden die Moai zu einem gewissen Zeitpunkt alle niedergeschlagen? Warum wurde die Insel vollkommen von ihrem reichen Baumbestand entblößt, den sie ursprünglich hatte? Warum befinden sich Hunderte von Moai am Hang des Vulkans Rano Raraku und sind nie an die Orte gebracht worden, wo sie errichtet werden sollten?

Der Besuch der Insel hat mir nicht ermöglicht, mir eine klare Vorstellung zu einigen Fragen zu machen. Natürlich sind es nicht meine Eindrücke, von denen ich Ihnen in einem anderen Artikel berichten möchte. Die Geschichte der Osterinsel: Viele Fragen, wenig erwiesene Tatsachen.

Deutsche Textkorrektur von Dietrich Köster. 

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